Jossa1 (Kr. Schlüchtern)
| Ersterwähnung: | 802/817 C um 1160 |
| Schreibung: | “in iazaha” |
| Quelle: | (TF, c.42, Nr.195,196. Jossa, Burg-, oder Marjoß?) |
Weitere wichtige Schreibung(en):
1167 U “in Jazaha” (UB Hanau I, Nr.101, S.79f; Reimer, OL, S.263 zu Marjoß)
1170 UPriv “de Iaza” (LA Marburg, Nr.10072 (wahrscheinlich Burgjoß). Die Lokalisierung ist unsicher, es könnte auch Burgjoß oder Marjoß gemeint sein. Alle liegen an der Jossa.
Sprach-Analyse:
Erstglied: Eine zuverlässige Deutung des BW steht noch aus. Arnold (S.110) stellt es zu ahd. jesan brausen, wallen (GRAFF I, S.611). FÖ ON (I, Sp.1610) führt es unter der Wurzel unbekannter Bedeutung JAT auf. Dittmaier (1955, §29) sieht darin ein vorgermanisches *Jata, das ursprünglich ein selbstständiger Flußname gewesen sei. In seiner Rezension Dittmaiers versucht Guttenbrunner (1957/58, S.60), das Namenwort als illyrisch zu deuten. Für den Zweck dieser Untersuchung ist entscheidend, daß in dem BW kein Personenname verborgen ist.
Zweitglied: Das Grundwort ahd. aha, mhd. ahe < germ. *ahwô bedeutet 'fließendes Wasser' (FÖ ON I, Sp.34ff; DNK Bd.2, §188; KLUGE, S.1; REICHARDT 1973, S.56). Es ist urverwandt mit lat. aqua und "wurde in dt. Zeit immer mehr als Ableitungssilbe empfunden, obwohl das Wort bis auf den heutigen Tag auch selbständig auftritt, [..]" (DNK Bd.2, §188).
Mehr zum Namentyp: -aha
