Diedigheim (Wüstung)
| Ersterwähnung: | 769-782 C(XII) |
| Schreibung: | “in uilla Tidenheim” |
| Quelle: | (CL, Nr.3405. Hand L) |
Weitere wichtige Schreibung(en):
782 C(XII) “in .. Ditincheim” (CL, Nr.3375. Hand L)
1013 C(XII) “in .. Tittingesheim” (CL, Nr.94. Hand A)
Sprach-Analyse:
Erstglied: PN: Thieting (FÖ PN, Sp.1416), im ersten Beleg Tido (FÖ PN, Sp.1411). Da der Beleg 1013C nach der Überlieferung als ursprünglich anzusehen ist, ist eine Deutung des SN als PN mit -ingheim wenig wahrscheinlich (vgl. Bach 1927, S.41; Metzner 1984, S.39).
Zweitglied: ahd. mhd. heim 'Heimat, Wohnort, Dorf, Haus' (DNK Bd.2, §581; REICHARDT 1973, S.45). Die Siedlungsnamen auf -heim sind im südwestlichen Hessen reichlich vertreten. Ihr Entstehen wird gemeinhin in die erste Zeit nach der Landnahme gelegt, wenn auch später noch Siedlungsnamen mit diesem Grundwort gebildet wurden. In jüngster Zeit sind die -heim-Namen wieder verstärkt den Franken zugewiesen worden, nachdem die Ausschließlichkeit der ARNOLDSCHEN Verknüpfung -heim/Franken und -ingen/Alemannen relativiert worden war. Beide Mittel der Namenbildung sind als gemeingermanisch erkannt.
Mehr zum Namentyp: -heim
