Geinsheim
| Ersterwähnung: | 767 C(XII) |
| Schreibung: | “in .. Gemminisheim” |
| Quelle: | (CL, Nr.197) |
Weitere wichtige Schreibung(en):
1112 U oder gleichzeitige C “villa, que Gense dicitur” (UB Mainz I, Nr.457)
Sprach-Analyse:
Erstglied: PN: *Gimmin (FÖ PN, Sp.641; W.MÜLLER Bd.1, S.213)
Zweitglied: ahd. mhd. heim 'Heimat, Wohnort, Dorf, Haus' (DNK Bd.2, §581; REICHARDT 1973, S.45). Die Siedlungsnamen auf -heim sind im südwestlichen Hessen reichlich vertreten. Ihr Entstehen wird gemeinhin in die erste Zeit nach der Landnahme gelegt, wenn auch später noch Siedlungsnamen mit diesem Grundwort gebildet wurden. In jüngster Zeit sind die -heim-Namen wieder verstärkt den Franken zugewiesen worden, nachdem die Ausschließlichkeit der ARNOLDSCHEN Verknüpfung -heim/Franken und -ingen/Alemannen relativiert worden war. Beide Mittel der Namenbildung sind als gemeingermanisch erkannt. Warum das GW außer in (CL in der Überlieferung nur als vermutlich zersprochene Endung auftaucht, um erst 1418 wieder als -heim zu erscheinen (vgl.W.MÜLLER Bd.1, S.213), ist nicht nachvollziehbar.
Mehr zum Namentyp: -heim
