Ulfa
| Ersterwähnung: | um 750-802 C Dep.(M.XII) |
| Schreibung: | “in villa Oloffe” |
| Quelle: | (UB Fulda I, Nr.372) |
Weitere wichtige Schreibung(en):
1129 U “de Holefe” (UB Dt Ord Hess 3, Nr.1329)
Sprach-Analyse:
Erstglied: Dittmaier (1955, §25) führt folgende Deutungsmöglichkeiten für das BW an: a) germ. *awal, *awil eine von drei Seiten vom Wasser umgebene Flußwiese, b) idg.Stamm *avl- hohl, Höhlung, Röhre, c) der Stamm *ul- freucht, moderig und d) Ablautstufe ôl von germ.alan wachsen, schwellen.
Zweitglied: Neben dem Grundwort -aha tritt bei Gewässernamen in alter Zeit bereits das Grundwort -apa, ahd. affa, auf. Dieses alte Wort hat die Namenforschung seit langer Zeit beschäftigt, eine endgültige Erklärung steht noch aus. Im wesentlichen standen sich drei Thesen über die Herkunft von -apa gegenüber: es sei keltisch, illyrisch oder germanisch. Weitgehende Einigkeit besteht jedoch über die Bedeutung des Grundwortes -apa; Sie ist mit 'Wasser, Fluß' zu beschreiben (DNK Bd.2, §183-187; REICHARDT 1973, S.331; W.P.SCHMID 1968, S.387-392).
Mehr zum Namentyp: -apa
