Grüsselbach
| Ersterwähnung: | 2.H.8.Jh. C(M.XII); D(1607 aus Vl.10.Jh.) |
| Schreibung: | “Griuzinaha” (corr. aus C) ; “Griuzinebach” (D) ; “Gruzenaha” (C) |
| Quelle: | (UB Fulda I, Nr.145a. Zur Dat. vgl. Gockel (1974, S.10,13 u. Anm.49). |
Weitere wichtige Schreibung(en):
815 C(gleichz.) “Griuzzinabah” (Roller 1901, Beilagen, Abt. II, Nr.6)
um 977 C(um 1160) “in Grûzebach” (TF, c.43, Nr. 3; Werner-Hasselbach, S.21f)
Sprach-Analyse:
Erstglied: ahd. grioz, mhd.griez. Sand, Kies (AW, S.72; LEX I, Sp.1097. Vgl. FÖ ON I, Sp.1107). Analog zu Kaufmann (1977b) wäre auch an einen PN *Griuzo als Bestimmungsglied zu denken. Belegt ist bei FÖ PN (Sp.675) nur der PN Griuzing. Die Deutung könnte vielleicht auch von einem alten Flußnamen *Griozina ausgehen.
Zweitglied: Das Grundwort ahd. aha, mhd. ahe < germ. *ahwô bedeutet 'fließendes Wasser' (FÖ ON I, Sp.34ff; DNK Bd.2, §188; KLUGE, S.1; REICHARDT 1973, S.56). Es ist urverwandt mit lat. aqua und "wurde in dt. Zeit immer mehr als Ableitungssilbe empfunden, obwohl das Wort bis auf den heutigen Tag auch selbständig auftritt, [..]" (DNK Bd.2, §188). -aha dürfte hier ursprünglich sein, es wird später durch -bach ersetzt.
Mehr zum Namentyp: -aha
