Hünhan
| Ersterwähnung: | 815 C(gleichzeitig) |
| Schreibung: | “Hunioham” |
| Quelle: | (Roller 1901, Beilagen, Abt. II, Nr.6) |
Weitere wichtige Schreibung(en):
um 1160 (C) “Hunehan” (TF, c.13, Nr.1)
Sprach-Analyse:
Erstglied: Flußname der Haune (789 "Huna" (HyG 5, S.42)), vgl. DNK II, §105.1; anders: Arnold, S.470.
Zweitglied: ahd. hagan, mhd. hagen 'Dornstrauch, Umgrenzung, umgrenzte Gemarkung oder Siedlung' (DNK Bd.2, §618.1; GöSCHEL 1964, S.65; REICHARDT 1973, S.29f). Das mittelalterliche Hagenrecht ist mit den -hagen-Namen in Verbindung zu bringen. Die Schreibung -han für -hagen ist in unseren Belegen selten. Auch der Gesichtspunkt, daß damit ein ungewöhnlich früher Beleg für die SN auf -hagen gewonnen würde, mahnt zur Vorsicht. Mit allen Bedenken führe ich den Namen dennoch hier auf. Einzig Metz (1954, S.46), scheint den Anschluß an -hagen zu bestätigen. Vgl. Dittmaier (1956, §§62ff) und DNK (Bd.2, §618.1) sowie Reichardt (1973, S.29f).
Mehr zum Namentyp: -hagen

