Sterbfritz
| Ersterwähnung: | 815 C(XII) ; D(XVII) |
| Schreibung: | “ad Starcfrideshuso(n)” (D); “in Starcfrideshusen” (C) |
| Quelle: | (UB Fulda II; CdF, Nr.308; TF, c.5, Nr.74) |
Weitere wichtige Schreibung(en):
1167 “Stercfrides” (UB Hanau I, Nr.101)
Sprach-Analyse:
Der SN wurde ursprünglich mit dem PN Starcfrid (FÖ PN, Sp.1361) und dem Grundwort -hausen gebildet, welches später (?) weggelassen wurde. Vgl. Debus (1967, S.112).
Es handelt sich um einen sogenannten genitivischen Namen. Er wird gebildet aus einem Personennamen im Genitiv. Das fehlende Grundwort hat zu der landläufigen Ansicht geführt, es handele sich bei diesen Siedlungsnamen um eine elliptische Form - ein übliches Grundwort sei also hier zu ergänzen. Allerdings gibt es in Hessen bis zum Jahr 1200 nur in vier von über hundert Fällen Belege für einst vorhandene Grundwörter.
Mehr zum Namentyp: Genitivische Namen

