Dorheim
| Ersterwähnung: | 775 C(XII) |
| Schreibung: | “in Doricheim”, “Doraheimere marca” |
| Quelle: | (CL, Nr. 2918=3747a) |
Weitere wichtige Schreibung(en):
1147 "zu Doreheim" (Ludwig Clemm, Die Urkunden der Prämonstratenserstifter Ober- u. Nieder-Ilbenstadt, in: Archiv für hessische Geschichte und Altertumskunde NF 14, 1925, S. 129-223, 15, 1928, S. 147-224, hier Bd. 14, S. 141-142 Nr. 21) (zit. nach: LAGIS (vgl. http://www.lagis-hessen.de/de/subjects/gsrec/current/2/sn/ol?q=Dorheim)
1098 “in Doreheim” (MG DD H IV, Nr.462)
1191 “in Dornheim” (UB Nassau I, Nr.293. Vielleicht gehört der Beleg doch zu Dornheim, Kreis Groß-Gerau)
Sprach-Analyse:
Erstglied: ? In den Belegen überwiegt die Schreibung "Doreheim", vgl. FÖ ON I, Sp.734f. Bach (1927, S.41) vermutet als BW Dorn, was jedoch nur für den unsicheren Beleg a.1191 zutrifft, oder ein altes Flußnamenwort Dura (vgl. DNK II, §421.2). Allerdings liegt D. an der Wetter, und es läßt sich kein Fluß bei D. finden, der in einem Zusammenhang mit Dura stünde.
Zweitglied: ahd. mhd. heim 'Heimat, Wohnort, Dorf, Haus' (DNK Bd.2, §581; REICHARDT 1973, S.45). Die Siedlungsnamen auf -heim sind im südwestlichen Hessen reichlich vertreten. Ihr Entstehen wird gemeinhin in die erste Zeit nach der Landnahme gelegt, wenn auch später noch Siedlungsnamen mit diesem Grundwort gebildet wurden. In jüngster Zeit sind die -heim-Namen wieder verstärkt den Franken zugewiesen worden, nachdem die Ausschließlichkeit der ARNOLDSCHEN Verknüpfung -heim/Franken und -ingen/Alemannen relativiert worden war. Beide Mittel der Namenbildung sind als gemeingermanisch erkannt.
Mehr zum Namentyp: -heim
